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Liebe Indiofreunde,

das Ziel jeder Entwicklungshilfe muss die Selbstständigkeit sein. Wir sind im 40. Jahr unserer Indiohilfe und werden in der nächsten Zeit das allermeiste aus unserer Verantwortung geben. Die Schwerpunkte unserer Hilfe waren Bildung und Ausbildung und da haben wir Tausenden die Möglichkeit gegeben, eine von unseren über 40 Schulen zu besuchen und in der Lehrlingswerkstätte einen Beruf zu erlernen. Die Schulen haben wir alle schon in die Eigenverantwortung der Gemeinden gegeben und nun werden wir auch die Lehrlingswerkstätte und alles, was wir in Guaranda aufgebaut haben, in die Hände von Einheimischen übertragen. Nach 40 Jahren ist das auch gut so. Mein Bruder Max wird heuer 70 Jahre und ich 68 Jahre alt. Wir haben mehr erreicht, als wir uns vorgestellt haben. Es hat sich so viel zum Positiven entwickelt und die Fortschritte sind enorm, die durch unsere Arbeit erreicht wurden. Die Indiohilfe ist eine Erfolgsgeschichte, weil so viele Indiofreunde großes Vertrauen in meinen Bruder und mich gesetzt haben und unsere Arbeit großherzig unterstützten. Dafür sage ich Euch ein herzliches Vergelt’s Gott. Ohne Euch wäre unsere Indiohilfe nicht möglich gewesen.
Die direkte Hilfe ohne Verwaltungskosten in Deutschlang (für fast 60.000 Briefe haben meine Haushälterin und ich die Portokosten  übernommen) hat viele überzeugt. Wenn 100 % der Spendengelder dort ankommen, wo sie gebraucht werden, ist das ganz im Sinn aller.

Die Indiohilfe geht aber in einem kleinen Bereich weiter. Meine Nichte Gaby, die Landwirtschaft studiert hat, wird in Vinchoa ein Frauenprojekt weiterführen. Dort sollen Frauen ausgebildet werden in Schaf- und Meerschweinchenzucht und im Anbau von Gemüse (abwechslungsreiche Ernährung), damit sie zum Lebensunterhalt der Familie viel beitragen können. Dazu brauchen wir aber weniger Geld (ich denke so 20 % von dem bisherigen Etat). Mein Bruder und ich sind der Überzeugung, dass Ihr so viel beigetragen habt, dass die Indios ein menschenwürdigeres Leben haben als vor 40 Jahren und dass in anderen Ländern die Not größer ist.
Wenn jemand weiterhin spendet, wird das Frauenprojekt von Gaby, der Tochter meines Bruders, finanziert. Was darüber hinausgeht, werde ich an Projekte übergeben, die ich für unterstützungswürdig halte. Jeder sollte aber auch selber nach geeigneten Projekten schauen.

Eigentlich wollte ich zum 40jährigen Gründungsjubiläum ein Indiofest veranstalten, das aber in Coronazeiten schwierig ist. Ich lade aber im kleinen Rahmen zu einem Treffen ins Pfarrheim Stallwang (Kirchberg 16, 94375 Stallwang) ein, um Indiofreunde zu begegnen und ich werde viele Dinge (u. a. Holzkrippen und Figuren aus Ecuador) zum Mitnehmen für eine kleine Spende anbieten. Pils, Sekt und Orangensaft spendiere ich. Da der Platz im Pfarrheim begrenzt ist, bitte ich unbedingt um telefonische Anmeldung (09964 – 60066 oder 0171 – 8813159).

Termine: Samstag, 18. Sept. 2021 von 13 – 16 Uhr und Sonntag, 19. Sept. von 13 – 16 Uhr. Wenn die beiden Termine voll sein sollten, biete ich auch noch den 24. oder 25. Sept. an.

Wenn ich auf die 40 Jahre zurückschaue, dann bin ich stolz auf Euch, liebe Indiofreunde, ich danke Gott, dass er unsere Arbeit mit seinem Segen begleitet hat, ich bin dankbar meinem Bruder, seiner Familie und meiner Haushälterin für die fruchtbare Arbeit und ich freue mich, dass wir große Not lindern und wesentlich zu Entwicklung der Provinz Bolivar beitragen konnten. Was wir durch Bildung und Ausbildung erreicht haben, das kann keiner den Indios nehmen. Almosen verpuffen, Bildung und Ausbildung haben Langzeitwirkung.

Ich wünsche Euch Gottes Segen und Gesundheit,
in großer Dankbarkeit und tiefer Verbundenheit
                    Euer Pfarrer


P.S. Die Priesterhilfe und die Unterstützung der Karmelitinnen läuft weiter.

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