Wort Gottes für uns

Weish 2,23: „Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht“.

Der Mensch ist von Gott her unvergänglich. Er trägt das Bild Gottes in sich, ja Gott ist in der Seele des Menschen da. Die Seele, der Funke Gott, ist nicht vergänglich, sie lebt weiter nach dem Tod. Sie kehrt zu Gott heim, von dem sie ausgegangen ist. Dass Gott uns zur Unvergänglichkeit erschaffen hat und dass wir ein Abbild Gottes sind, das ist eine frohmachende Botschaft. Unser Leben hat kein Ende, es findet die Erfüllung in Gott. Das Beste erwartet uns noch.


Worte zum Nachdenken

Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt. (Alfred Delp)

Die Welt, so mangelhaft sie auch ist, sie ist dennoch schön und reich. Denn sie besteht aus lauter Gelegenheiten zur Liebe. (Sören Kierkegaard)

Solange die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln; sind sie älter geworden, gib ihnen Flügel. (Indisches Sprichwort)

Wer die Liebe hat, dem kann vieles fehlen. Wem die Liebe fehlt, dem fehlt alles. (Martin Buber)

 

DIE DREI SIEBE

Aufgeregt kam jemand zu Sokrates gelaufen: „Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund….“ „Halt ein!“ unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe geschüttelt?“ „Drei Siebe?“ fragte der andere voll Verwunderung. „Ja, mein Freund, drei Siebe! Lass sehen, ob das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“ „Nein, ich hörte es erzählen, und …“ „So, so. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen wenigstens gut?“ Zögernd sagte der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil …“ „Dann“ unterbrach ihn der Weise, „lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt“. „Notwendig nun nicht gerade …“ „Also“, lächelte Sokrates, „Wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!

  • Wahrheit – Wahrhaftigkeit
  • Rücksicht auf die Ehre des anderen
  • Kein böses Wort kann wieder „eingefangen“ werden …

 

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