Wort Gottes für uns

Mt 4,4: „Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“.

Nicht das Materielle allein kann dem Menschen genügen. Er braucht mehr. Der Mensch lebt von und durch Gott. Er braucht Gott, sein gutes, befreiendes Wort. Er braucht vor allem seine Liebe, um leben zu können.


Worte zum Nachdenken

Überall, wo sich der Mensch um Liebe, um die Ordnung, um das Gute bemüht, dort bemüht er sich um Gott.

Glauben können ist die größte Kraft. (Nikolaus von Kues)

Verzeihen hat nichts mit Schwäche zu tun; verzeihen kommt aus der Stärke. (Luise Rinser)

 

Anregungen für ein spirituelles Leben

 

1) Sich täglich Zeit nehmen für Gott, sich der Gegenwart Gottes bewusst werden und Frieden in Gott finden.

2) Sich fragen: Herr, was willst du von mir und wie kann ich deine Liebe anderen schenken?

3) In der Hl. Schrift Gottes den Willen erkennen.

4) In allem die Ruhe bewahren und gelassen sein, weil ich weiß, Gott ist mit mir.

5) Mit Gott gibt es immer einen Weg zueinander, nämlich den Weg der Liebe und des Friedens.

6) An die Liebe Gottes glauben und ihm ganz vertrauen.

7) Mit Gott fehlt mir nichts. Desbalb brauche ich keine Angst zu haben. Gott ist mit mir.

8) Alles als Geschenk Gottes sehen und dafür offen und dankbar sein.

9) Vor wichtigen Entscheidungen mit Gott reden und auf seine Stimme hören.

10) Die Stille suchen. Die Stille schafft die Voraussetzung für die Begegnung mit Gott. In der Stille ist Gott da.

 

Die Liebe Gottes

 

Wer an die Liebe Gottes glaubt, der wird

- sein Leben ganz in die Hände Gottes legen

- frei sein und wahre Freude haben

- selbst ein Liebender werden, der die Anderen gern hat und jeden in seiner Eigenart annimmt, so wie er ist

- jeden Menschen als Bruder und Schwester achten

- versuchen, gerecht, gütig und barmherzig zu sein

- mit jedem teilen, der es nötig hat und frei sein von jeder Selbstsucht

- jedes Leben achten und die Schöpfung als Geschenk ansehen, sie bewahren und verantwortungsvoll mit ihr umgehen

- die Geschlechtlichkeit als Gabe Gottes sehen und in Liebe mit seiner und anderer Sexualität umgehen

- sein Herz nicht am Eigentum und Haben verlieren, der wird nicht immer mehr haben wollen, sondern loslassen und gennügsam sein

  können

- in Wahrheit und Echtheit leben

- zufrieden sein, mit dem, was er hat 

- sich beherrschen können und nicht überheblich sein

- nicht geizig und neidisch seinl

- sein Leben sinnvoll ansehen und glücklich sein.    

 

Dasein vor Gott - mit Gott reden

- zuerst still werden, ruhig atmen

- sich bewusst werden, dass Gott da ist und einen liebend anschaut

- Gott reden lassen und auf ihn hören (Lieber Gott, was willst du von mir?)

- mit Gott einfach und aus dem Herzen beten

- lieber kurz und gut als lang und schlecht

- lieber langsam als zu schnell

- vorallem danken und beim Bitten vertrauensvoll  Gott überlassen, wie er unsere Bitten erfüllt. Er weiß, was für uns gut ist.

 

  • Gott ist Liebe - die schönste und beste Aussage über Gott 
  • Gott ist Liebe und er will nichts als Liebe. Er will nicht meine Leistung, mein Opfer. Es reicht, wenn ich seine Liebe annehme und sie  großherzig weiterschenke.
  • Gott liebt alles, was ist und so darf ich auch alles lieben. Alles, was von Gott kommt, ist gut.
  • Er kennt die Herzen aller Menschen bis ins Innerste. Ihm ist nichts verborgen. Er kennt mich besser als ich mich kenne. Und trotzdem  liebt er mich. Ist das nicht großartig?
  • Vor Gott zählt nicht das Äußere, sondern das, was von Innen kommt. Wir Menschen schauen zu sehr auf das Äußere. Machen wir es wie Gott und schauen auf das Herz des Menschen und sehen jeden mit den Augen der Liebe an.
  • Gott, der Herr, ist meine Kraft. Nicht ich, sondern Gott macht das Wesentliche in meinem Leben. Ohne ihn vermag ich nicht viel.
  • Er will keine Gewalt. Wer liebt, will mit Gewalt nichts erreichen. Er lässt eher Gewalt zu als dass er Gewalt ausübt. Gewalt ist kein Name Gottes, Gewaltlosigkeit umso mehr. Gewalt darf auch für uns Christen keine Möglichkeit sein, Probleme zu lösen.
  • Gott ist grosszügig. wir sollten es  auch sein. Liebe vergibt immer, sie kann nicht anders
  • Gott allein darf richten. Mein Urteil ist immer ungerecht, weil ich nicht in die Herzen der Nenschen schauen kann.
  • Mit Gott brauche ich keine Angst zu haben. Weil er mich liebt, darf ich in ihm geborgen sein.
  • Gott hat mir Freiheit geschenkt ein hohes Gut. Freiheit heißt nicht Willkür, sie muss sich immer an der Liebe messen.

     

 Als Christ will ich

  •  ein offenes Ohr für jeden Menschen haben. Ich will mir Zeit nehmen für den, der mich gerade braucht.
  • mir keine grossen Schätze hier auf Erden  sammeln. Alles ist vergänglich und das Materielle kann ich einmal nicht mitnehmen. Der Besitz kann zur Belastung werden, mich gefangennehmen und unfrei machen.
  • nicht herrschen,  sondern dienen. Weil Jesus das Dienen vorgelebt hat, deswegen sollen auch wir für andere dasein.
  • in jedem Menschen Jesus sehen. Jesus ist in jedem da, er liebt jeden ohne Ausnahme. Was ich anderen Gutes getan habe, das habe ich Jesus getan.
  • aufmerksam zuhören. der andere soll spüren, ich bin für ihn da, ich nehme ihn ernst, er ist mir wichtig.
  • geduldig sein. In der Geduld bewahre ich Ruhe, bin Herr über mich sebst. keinen abweisen, weil Jesus auch keinen abweist. Wer zu ihm kommen will, der darf kommen.
  • zufrieden sein mit dem, was ich bin und was ich habe. Gott schenkt uns soviel, dass wir zufrieden sein können.
  • alles durch das Sieb der Liebe gehen lassen
  • Wahrheit ohne Liebe kann grausam sein
  • Gerechtigkeit ohne Liebe kann leicht zu Ungerechtigkeit werden
  • Freiheit ohne Liebe wird zu Willkür und Skaverei
  • Alles muss im Licht der liebe angeschaut werden. Wenn etwas ohne Liebe ist, dannist es nicht viel wert. Jede Entscheidung muss von der Liebe getragen sein. Weil GottLiebe der Massstab für alles.
  • gelassen sein, weil Gott mich liebt so wie ich bin. Er trägt mich und hält mich in seinen Händen geborgen. Und er fängt mich in Liebe auf, wenn ich einmal sterbe. Das gibt mir Gelassenheit.
  • den Teufelskreis des Bösen durchbrechen. Wenn jemand böse zu mir ist, dann will ich gut zu ihm sein; nur so kann ich ihn ändern. Es gibt keine andere Möglichkeit.
  • demütig sein. Vor Gott brauche ich mir nichts einbilden. Was ich bin, ist nicht mein Verdienst, sondern Gottes Gnade. Das macht bescheiden und demütig.
  • nicht gleich widersprechen. Wenn mir jemand etwas Unangenehmes sagt, mich kritisiert oder anderer Meinung ist, dann will ich ihm zuhören und versuchen, ihn zu verstehen und ihm nicht gleich widersprechen.
  •  auf Gott hören und fragen: "Lieber Gott, was willst du von mir?"
  •  geben ohne etwas zu erwarten. Liebe erwartet nichts zurück. Liebe gibt ohne Hintergedanken.
  •  mich immer wieder entschleunigen. Es geht auch anders. Stress ist vielfach hausgemacht. Ich muss nicht überall mitmachen.

 

Die 3 göttlichen Tugenden: Glaube - Hoffnung - Liebe

 

  • Was heißt Glauben?
  • Ich glaube, dass Gott die Welt erschaffen hat, ich glaube, dass er in Jesus auf die Welt kam, am Kreuz starb und von den Toten auferweckt wurde, ich glaube, dass Gottes Geist immer bei uns ist.
  • Glaube aber ist mehr: Glauben heißt Gott total vertrauen, alles ihm übergeben, sich in Gott geborgen fühlen, auf diesen Gott sein Leben setzen. Der Vater im Himmel weiß, was für mich gut ist.
  • Im Glauben darf es keinen Zwang geben. Alles soll aus freien Stücken kommen.

 

  • Hoffnung
  • Wer an Gott glaubt, hat immer hoffnung. Für ihn wird nichts im Leben hoffnungslos, weil er weiß, Gott steht auf seiner Seite.

 

  • Liebe
  • Gott liebt jeden Menschen, Gott liebt mich. Ich brauche mich nur der Liebe Gottes öffnen. Und wenn  ich Gottes Liebe zulasse, dann geht es mir gut, dann kann ich Gott lieben, dann liebe ich meinen Nächsten und mich selbst.
  • Liebe ist das Wichtigste im Leben und ist Mittelpunkt allen Christseins. Wenn ich mich von Gott lieben lasse und  selber liebe, dann bin ich glücklich.       

 

 

Christliches ABC

 

Achtung, achten

Gott achtet jeden Menschen. Ich will so handeln wie er und jeden achten, ob schwarz oder weiß, ob Ausländer oder Deutscher. Keinen darf ich verachten.

 

Barmherzigkeit, barmherzig sein

Gott ist barmherzig mit mir, deshalb soll ich auch zu jedem barmherzig sein.

 

Christus ins Leben lasssen

Wer christus ins Lebenlässt, ist reich. Er braucht keine Angst zu haben.

 

Dankbarkeit, dankbar sein, Demut

Gott hat mir soviel geschenkt, dafür bin ich dankbar. Auch allen, die gut zu mir sind und mich gern haaben, bin ich dankbar. Wenn ich mir der Größe Gottes bewusst werde und dazu meine eigene Schwachheit, dann werde ich demütig.

 

Ehrlichkeit

Ich will, dass jeder zu mir ehrlich ist und jeder darf von mir erwarten, dass auch ich ehrlich zu ihm bin.

 

Freiheit - Frieden - Freude

Freiheit ist ein großer Wert. Jeder will in Freiheit leben. Freiheit darf aber nicht mit Willkür verwechselt werden. Dort, wo  die Feiheit geachtet wird, dort kann auch Frieden sein. Wahre Freude gibt es nur bei Gott. Ich freue mich, dass Gott mich liebt.

 

Glaube - Gastfreundlichkeit

Ich glaube an Gott, der alles erschaffen hat, der in Jesus auf die Welt kam, der am Kreuz starb und der von den Toten auferstand, der im heiigen Geist in mir ist und mir den rechten Weg zeigt. Ich glaube, dass dieser Gott mich liebt. Diesem Gott vertraue ich ganz.

Zu jedem gastfreundlicch sein, jedem zeigen, dass er willkommen ist.

 

Hilfsbereitschaft - Humor

Ich will zu jedem, der mich braucht, hilfsbereit sein.

Humor ist die Fähigkeit, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und dem Leben eine gewisse Leichtigkeit zu geben. Humor macht das Leben erträglicher und würziger. Mit Humor geht alles besser.

 

Interesse haben am anderen

ich will am anderen Interesse haben. Er darf mir niemals gleichgültig sein.

 

Jesu Freund sein

Jesus ist der beste Freund, den ich haben kann. Er enttäuscht mich nicht. Er ist treu und hält immer zu mir.

 

Kommunion

Kommunion heißt Gemeinschaft mit Jesus und anderen haben.

 

Liebe

Gott liebt mich und wenn ich seine Liebe annehme, dann bin ich glücklich und werde auch meine Mitmenschen gern  haben.

 

Mut

Als Christ darf ich mutig sein, denn Gott gibt mir Mut und will, dass ich mich mutig für andere einsetze.

 

Nicht alles haben wollen

Ich will kein Habenmensch sein, der alles haben muss. Ich bin mehr als zufrieden mit dem, was ich bin und was ich habe.

 

Ohne Geiz und Neid leben

Ich will freigebig sein und gönne jedem, was er hat und was er ist.

 

Positiv denken

Ich will von jedem zuerst das Gute denken und darf nicht auf das Schlechte gleich schauen.

 

Quelle der Güte sein

Aus mir soll Güte kommen. Das tut mir und anderen gut.

 

Ruhe, Reue

In Gott kann ich Ruhe finden. Es tut mir gut, wenn ich meine Fehler einsehe und sie bereue.

 

Standhaft sein

Ich will zu meinem Glauben und zu Gott stehen. Ich will zu meinen Überzeugungen  und zu dem stehen, was ich zugesagt habe.

 

Treue

Gott ist treu zu mir und ich will treu zu ihm sein, aber auch zu denen, die mir nahe stehen.

 

Ungerechtigkeit vermeiden

Ich will versuchen gerecht zu sein und mich gegen Ungerechtigkeiten einsetzen.

 

Versöhnung

Ich bin immer zur Versöhnung bereit. Gott verzeiht mir, also verzeihe auch ich.

 

Wahrheit

Ich will die  Wahrheit suchen und lieben.

 

XYZ

Zeit für Gott  haben - Zuhören

Als Christ nehme ich mir Zeit für Gott, ichrede jeden Tag mit ihm und komme gern zum Gottesdienst, weil ich Gott für mein Leben brauche. Ohne Gott hat das Leben für mich keinen Sinn.

Dem anderen zuhören ohne gleich etwas dagegen einwenden. Der andere soll sich verstanden fühlen.

 

Als Pfarrer

soll ich nicht so sehr traurig sein, wo die Saat nicht aufgegangen ist, sondern voll Freude und Dankbarkeit darauf schauen, wo die Saaat aufgegangen ist.

soll ich nicht auf das Äußere schauen, sondern auf das Innere.

darf ich nicht herrschen, sondern soll dienen, für die anderen dasein.

darf ich nicht etwas fordern, was ich nicht selber tue.

 

 

Sätze zum Nachdenken

  • Wer Gewalt ausübt, wird Gewalt erfahren.
  • Das letzte Wort haat nicht der Hass und der Tod, sondern die Liebe und das Leben.

 

Gottesdienst - Gott liebt mich und er kommt im Wort und im Brot zu mir.

I. Eröffnung
Weil wir Gott lieben,
  •  versammeln wir uns in der Kirche und beginnen den Gottesdienst mit einem Kreuzzeichen,
  •  besinnen wir uns und stehen zu allem, was nicht recht war,
  •  bitten wir im Kyrie Gott um sein Erbarmen und loben und preisen wir unsern Herrn im Gloria,
  •  bitten wir Gott voller Vertrauen im Tagesgebet.

 

II. Wortgottesdienst
Weil wir Gott lieben,
  • hören wir in der Lesung auf sein Wort.
  • lassen wir sein Wort im Zwischengesang auf uns wirken,
  • hören wir auf die Frohe Botschaft im Evangelium,
  • lassen wir uns in der Predigt ansprechen,
  • stehen wir im Credo zu unserem Glauben,und bringen in den Fürbitten unsere Anliegen vor Gott.
 

III. Eucharistiefeier

 Weil wir Gott lieben,

  • bereiten wir uns während der Gabenbereitung innerlich auf die Begegnung mit Jesus vor,
  • loben und danken wir Gott in der Präfation und im Sanktus,
  • freuen wir uns, dass Jesus in der Wandlung in unsere Mitte kommt,
  • gedenken wir im Hochgebet seines Todes und seiner Auferstehung, beten für die Kirche und gedenken unserer Verstorbenen,
  • kommen wir im Vaterunser mit dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat, vertrauensvoll zu Gott,
  • sind beim Friedensgruß zur Versöhnung und zum Frieden bereit,
  • werden wir beim Brotbrechen erinnert, dass Jesus sein Leben mit uns geteilt hat, damit wir leben,
  • empfangen wir Jesus, der in der Kommunion in einem Stück Brot zu uns kommt,
  • danken wir Jesus im Kommuniondank und im Schlussgebet, dass er in uns da ist und uns gestärkt hat für den Alltag.

 

IV. Entlassung

Weil wir Gott lieben,

  • dürfen wir als Geliebte Gottes mit seinem Segen in Frieden in den Alltag hinausgehen.    

 

 

 

 

 

 

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