Wort Gottes für uns


Hos 6,6: „Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer“.

Schon im AT zeigt sich, dass Gott Liebe und Gotteserkenntnis will und nicht Opfer. Liebe und Glauben - das ist das Entscheidende, da geht es um meine innere Einstellung, um mein Herz. Opfer kann ich geben, das ist etwas Äußeres. Da brauche ich mich nicht ändern, da gebe ich nichts von mir selbst, sondern nur von dem, was ich habe. Um das Haben geht es bei Gott nie, er will, dass wir ihn mit Herzen lieben und ihn als unseren Herrn erkennen.


Worte zum Nachdenken

Weil Gott will, dass wir seine Gnade und Liebe spüren, wurde er ein Mensch wie wir. (Johannes Friedrich)

Die besten Reformer, die die Welt kennt, sind diejenigen, die bei sich selbst anfangen. (George Bernhard Shaw)

Man erreicht mehr mit einem Blick voll Liebe, mit einem Wort der Ermunterung, das Vertrauen bewirkt, als mit vielen Vorwürfen. (Hl. Johannes Bosco)

Wirf jeden Tag etwas von dem ab, was deine Seele bedrückt, und du wirst jeden Tag ein Stückchen freier. (unbekannt)

 

EIN WORT ZUR BEICHTE
Der bekannteste Pfarrer Bayerns, Rainer M. Schießler, der sehr progressiv und sehr kritisch gegenüber der Amtskirche ist, schreibt in seinem 2. Buch „Jessas, Maria und Josef“:

„Der alte Beichtstuhl ist out. Mittelalter. Der neue Beichtstuhl heißt Facebook, vielleicht auch schon auf dem absteigenden Ast, oder Instagram – oder es sind die neuen Partnerschaftsbörsen, wo sich Menschen in einer so atemberaubenden Offenheit entblößen und in ihrer vollen Sünde präsentieren, wie ich es im Beichtstuhl nicht mal annähernd selbst in den „Sternstunden“ erleben durfte – aber das ist alles schon lange Vergangenheit. Die Menschen zieht es heute woanders hin, sie haben den tieferen Sinn der Beichte vergessen – als Akt der Selbstreinigung, ein Gewissen zu erleichtern, Freiräume zu schaffen, wo Belastendes Neues verhindert. Für mich als Pfarrer gilt das Beichtgeheimnis – aber in den Sozialen Medien gibt es diesen absoluten Schutz nicht. Die Menschen scheinen den auch gar nicht zu vermissen und geben alles freiwillig preis, schimpfen aber vorurteilsbeladen über die Beichte“.

Vielleicht sollen wir über Beichte vorurteilslos einmal nachdenken. In der Beichte kann ich mir alles von der Seele reden, was mich belastet. Ich kann Schuld loswerden und bin dadurch ein freier Mensch. Wer sich nicht von seiner Schuld freimachen lässt, den bedrückt sie und macht die Seele krank. In der Fastenzeit ist eine große Möglichkeit, sich frei machen zu lassen.

 

DIE DREI SIEBE
Aufgeregt kam jemand zu Sokrates gelaufen: „Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund….“ „Halt ein!“ unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe geschüttelt?“ „Drei Siebe?“ fragte der andere voll Verwunderung. „Ja, mein Freund, drei Siebe! Lass sehen, ob das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“ „Nein, ich hörte es erzählen, und …“ „So, so. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen wenigstens gut?“ Zögernd sagte der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil …“ „Dann“ unterbrach ihn der Weise, „lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt“. „Notwendig nun nicht gerade …“ „Also“, lächelte Sokrates, „Wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!
  • Wahrheit – Wahrhaftigkeit
  • Rücksicht auf die Ehre des anderen
  • Kein böses Wort kann wieder „eingefangen“ werden …

 

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